Nachlese Düsseldorf 26.11.2011
Am
26.11.2011 fand beim Bostonclub Düsseldorf in dessen
Vereinsheim das Turnier um den Deutschlandpokal der Hauptgruppe II
sowohl in Latein als auch in Standard statt. Von uns waren die
Doppellandesmeister 2011 Erik Heyden/Julia Luckow dabei, und sie
lieferten in diesen Wettbewerben eine sehr gute Leistung ab. Warum
weiß ich das so genau, ich stand als Wertungsrichter am Rand.
Es begann am Nachmittag mit den lateinamerikanischen Tänzen.
Die Wertungsrichter „schafften“ es, dass bei 21
gestarteten Paaren eine zweite Zwischenrunde erforderlich und der
Zeitplan plötzlich sehr eng wurde (21 – 18
– 14 – 12 –6 Paare). Die 18 ist vom DTV
vorgegeben und brachte den Turnierleiter in diese Bedrängnis.
Erik und Julia erreichten verdient das Finale und belegten dort
hauchdünn geschlagen den fünften Platz.
Aber sie hatten damit schon 20 Tänze in den Beinen, bevor die
Standardtänze an der Reihe waren. Wenn ich es
einigermaßen richtig mitbekommen habe, waren es nur zwei
Paare, die sowohl bei Latein als auch bei Standard angetreten sind. Die
Zeit zwischen Siegerehrung Latein und Beginn der Vorrunde Standard
reichte gerade, um sich schnell umzuziehen. Auch hier gehörten
sie nach meiner Auffassung ins Finale. Sie mussten mit dem undankbaren
Anschlussplatz, also Platz 7 von 29 angetretenen Paaren, nach Hause
fahren. Wie es ausgegangen wäre, wenn erst Standard
stattgefunden hätte, darüber kann nur spekuliert
werden. Auf jeden Fall haben sie sich in dieser Altersgruppe - wie oben
schon gesagt - sehr gut eingeführt. Der Name
„Excelsior Dresden“ war wieder einmal im
Gespräch.
Es war das letzte Mal, dass ich als sogenannter DTV-Topfwertungsrichter
einen Einsatz bekommen hatte. Es ist schon ein komisches
Gefühl, auf diese Weise vorgeführt zu bekommen, dass
eine gewisse Altersgrenze erreicht und vielleicht die
Fähigkeit nicht mehr vorhanden ist, objektiv über die
Leistungen in hochrangigen Turnieren zu urteilen, bei denen der DTV als
Veranstalter gilt. Na gut, zitieren wir den Paragraf der inoffiziellen
Verfassung von Nordrhein-Westfalen. „ Et it, wie et
it“.
Dietrich Rupp
