22.04.2010: Rückblick auf den 4. Frühlingsball in Laußnitz
Es war die Viertauflage, aber wer erwartet hatte, dass alles routinemäßig abläuft, lag falsch. Und vielleicht ist das auch gut so.
Den Termin hatten wir schon lange. Mit unserer Trainingsgruppe Laußnitz
musste ein eigener tänzerischer Beitrag ausgedacht und geprobt werden. Das
begann schon nach den Sommerferien und war mit jeder Menge Aufregung verbunden,
ausgelöst von Bedenken an die eigenen tänzerischen Fähigkeiten, sind es doch
alles Freizeittänzer, die ihre Bekannten und Verwandten im Saal wussten, vor
denen nichts schief gehen sollte. Es ging nichts schief. Auch wenn einige Gäste
glaubten, wegen des gleichen Outfits (Damen: langer schwarzer Rock, rote Bluse;
Herren: weißes Hemd, rote Krawatte) dasselbe gesehen zu haben wie im Vorjahr.
Mag sein, dass der Cha-Cha von 2009 etwas im Gedächtnis verblasst war und wie
der Pasodoble aus 2010 vorkam. Die meisten haben den Unterschied erkannt und mit
tollem Beifall gewürdigt.
Mit der Werbung und dem Kartenverkauf wurde im Januar begonnen, im März sollte
die heiße Phase sein, 164 Karten zu je 9 € verkauft und damit finanzielle
Sicherheit erreicht sein. Das sah lange nicht so gut aus. Erst in der letzten
Woche vor der Veranstaltung kam der Andrang, der uns letztlich ein ausverkauftes
Haus bei Beibehaltung einer großen Tanzfläche brachte.
Bei der Erstauflage hatte uns der Bürgermeister noch gewarnt mit seiner
Erfahrung, dass Tanzveranstaltungen außer im Karneval kaum angenommen werden.
Damals waren wir froh, dass an allen Tischen jemand saß, diesmal mussten wir
freie Einzelplätze suchen. Wir haben also einen Bekanntheitsgrad erreicht, der
für die Folgejahre optimistisch stimmt.
Geworben wurde wieder mit Show-Einlagen und Mitmachaktionen. Aber die wollten
vertraglich gebunden sein. Es hat letztlich alles geklappt und die Gäste waren
begeistert. Auch das gehört nun zum guten Ruf, den es zu bewahren gilt.
Die Excelsior-Kinderpaare mit Standard-, lateinamerikanischen und Altberliner
Tänzen konnten beweisen, wie viel sie in den letzten Jahren dazugelernt haben.
Von den Vereinen Irish Feet e.V. und 1. Dresdner Rock´n´Roll Club wurden die
dort gepflegten Tänze vorgestellt. Lindy Hopp gab es zum Mitmachen. Den
Abschluss des Showprogramms bildeten einige Paare der A/S-Klasse mit ihren
Turniertänzen, und die waren wieder vom feinsten.
Hauptakteure waren aber unsere tanzbegeisterten Gäste, die den DJ bis erheblich
nach Mitternacht spielen ließen und sich vom Eröffnungs-Wiener-Walzer bis zum
Schluss einiges an Kalorien abtanzten.
Dietrich Rupp