3. Meistertitel für Christoph Kies & Blanca Ribas Turon

Als der Turnierleiter Mario Weidner am 29.03.2003 nach den stehenden Ovationen des Publikums die damaligen Sieger des Pokals der Stadt Kamenz Christoph Kies & Blanca Ribas Turon mit den besten Wünschen zur nahen deutschen Meisterschaft bedachte, ahnte noch niemand, dass die beiden kurz darauf den deutschen Meistertitel nach Dresden holen. Inzwischen sind Sie in Folge dreifache deutsche und zweifache Vizeeuropameister. Der dritte Meistertitel vom 29.04.2005 in Frankenthal war sicher der schwerste, die beiden zum ersten Mal nicht die Favoriten. Nach vier verlorenen Tänzen steckten die beiden nie auf und hatten am Ende das bessere Finish und gewannen die restlichen sechs gegen die insgesamt als gleichwertig einzustufenden Andrej Mosejchuk / Susanne Miscenko aus Dortmund.

Christoph & Blanca ist die Verbindung von Ehrgeiz und Technik deutscher Herkunft mit spanischem Temperament. Christoph, der mit seiner ehemaligen Partnerin Silke Zetzsche bereits Deutscher Meister und Jugendvizeweltmeister war, ist in Sachsen mit seinen 23 Jahre bereits ein etablierter Tanzsporttrainer, zu dem Paare aus vielen Vereinen strömen. Nach dem Karriereende von Silke Zetzsche "importierte" er kurzerhand die spanische Meisterin Blanca Ribas-Turon nach Dresden. Es nötigt Respekt ab, wenn man bedenkt, dass die aus Barcelona stammende seinerzeit 20-jährige ohne ein Wort an Deutschkenntnissen in Ihrer neuen sächsischen Heimat Anschluss finden musste. Inzwischen hat Sie  Ihre eigene Wohnung und gibt als übungsleiterin mit ihrem unverwechselbaren Akzent dem tanzsportlichen Nachwuchs von Morgen temperamentvolle Kommandos und Ihre vielen Erfahrungen mit einem zurückhaltenden Lächeln weiter. Das Heimweh ist sicher geblieben, doch als Spitzensportler sind die beiden ohnehin häufig auf Tranings- und Wettkampfreisen in Europa unterwegs. Die beiden leben ausschließlich vom und für den Tanzsport, was bei den Fördermöglichkeiten in dieser Sportart eher eine (über)Lebenskunst darstellt.

Eines ist den beiden bei Europa- und Weltmeisterschaften noch nie gelungen: Das oberste Treppchen zu erklimmen. Da nur der Sieger einer nationalen Meisterschaft auch international startberechtigt ist, haben sich die beiden mit diesem Sieg für das kommende Jahr zwei neue Chancen auf einen internationalen Meistertitel mühevoll erkämpft...